Nachhaltigkeit & Wissen

“Nachhaltigkeit bedeutet, die Bedürfnisse der heute lebenden Menschen zu erfüllen, ohne dabei spätere Generationen in ihren Fähigkeiten einzuschränken, die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen.”

(Brundlandt-Definition)

Nachhaltigkeit ist in aller Munde

Anbieter nennen ihre Finanzprodukte ökologisch, sozial, ethisch, grün, klimafreundlich und verantwortungsvoll. Ursprünglich kommt der Begriff „Nachhaltigkeit“ aus der Forstwirtschaft und bedeutet, nicht mehr Bäume zu fällen, als in einer Generation nachwachsen können. Nachhaltig wirtschaftende Unternehmen sollten also zukunftsorientiert denken und sozial verantwortlich investieren (englisch socially responsible investment, SRI).

Definition: Nachhaltige Geldanlagen

Klassische Geldanlagen werden nach den ökonomischen Kriterien Rentabilität, Liquidität und Risiko bewertet. Nachhaltige Geldanlagen beachten zusätzlich noch Aspekte wie Umwelt, Soziales und faire Unternehmensführung (ESG-Kriterien). Die englische Abkürzung steht für Environmental, Social and Governance.

Was bedeutet ESG?

Das „E“ für Environment = Umwelt und steht z.B. für Umweltverschmutzung oder -gefährdung, Treibhausgasemissionen oder Energieeffizienz Themen.

Nachhaltigkeits Dschungel – was stimmt?

Orientierung im Dschungel der nachhaltigen Anlagen liefern verschiedene Zertifikate wie das FNG-Siegel, die Dow Jones Nachhaltigkeits-Indizes, Morningstar oder EcoReporter Siegel. Allgemein gültige Standards und eine einheitliche Zertifizierung soll es erst ab 2022 geben.

Bekannte Zertifizierungen:

FNG Siegel – für unseren Selection Rendite Plus Fonds und Selection Global Convertibles Fonds

Seit 2015 vergibt der unabhängige Fachverband für nachhaltige Geldanlagen (FNG) ein Siegel für Publikumsfonds. Mindestens 95 Prozent des Portfolios müssen nachhaltige Mindeststandards erfüllen. Dazu zählen laut FNG Transparenzkriterien die Berücksichtigung von Arbeits- sowie Menschenrechten, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung, wie sie im UN Global Compact zusammengefasst sind. Zudem werden die Fonds auf Basis von Emittentenanalysen auf Nachhaltigkeitskriterien analysiert. Investitionen in Kernkraft, Kohlebergbau, Kohleverstromung, Fracking, Ölsande sowie Waffen und Rüstung sind tabu. Mehr zum Siegel…

Nachhaltigkeit – Geschichte und Aktionen

Die 17 Ziele

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) sind politische Zielsetzungen der Vereinten Nationen (UN), die der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene dienen sollen. Die Ziele traten am 1. Januar 2016 mit einer Laufzeit von 15 Jahren (bis 2030) in Kraft. Im Unterschied zu den MDGs (Millenniums-Entwicklungsziele), die insbesondere Entwicklungsländern galten, gelten die SDGs für alle Staaten.

Agenda 2050 – Das große Ziel

Der Schutz des Klimas ist eine zentrale Herausforderung unserer Zeit. Denn der Ausstoß von CO2 bei der Stromerzeugung, bei der Heizung von Gebäuden, im Verkehr und von der Industrie trägt entscheidend zur Erderwärmung bei. Deutschland setzt vor allem auf den zunehmenden Einsatz von erneuerbaren Energien und eine Steigerung der Energieeffizienz. Das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung: Die klimaschädlichen CO2-Emissionen bis 2050 um 80 bis 95 Prozent zu senken.

  1. Ziel 2050: nahezu CO2 Neutralität
  2. Zwischenziel: 2030 mindestens minus 55 Prozent Minderung der Treibhausgasemissionen gegenüber dem Basisjahr 1990
  3. Definition von Emissionsziele für alle Sektoren, konkrete Meilensteine und strategisch angelegten Maßnahmen

Wir sind dabei…

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